Logopädie bei Kindern und Jugendlichen2018-09-17T13:46:44+00:00

Logopädie bei Kindern und Jugendlichen

 “Wie hast du den Vogel zum Singen gebracht, Momo? Niemand hat das bisher geschafft!” – “Ich denke, man muss ihm auch zuhören, wenn er nicht singt.”
(Michael Ende)

Wir behandeln alle Störungsbilder, die im Kindes- und Jugendalter in den Bereichen Sprache und Sprechen, Schlucken und Mundmotorik, Hören und Verstehen sowie Stimmgebung auftreten können.

In Abhängigkeit vom Störungsbild aber auch von der Reife Ihres Kindes beginnen wir die Behandlung so frühzeitig wie möglich, um einer Stagnation der Sprachentwicklung und einer Festigung fehlerhafte Sprech-, Stimm- und Schluckmuster entgegenzuwirken.

Mögliche behandlungsbedürftige Störungsbilder bei Kindern sind:

Ihr Kind spricht mit 18 Monaten weniger als 50 Wörter? Ihr Kind lernt nur langsam wenige neue Wörter dazu? Mit 18 Monaten beginnt Ihr Kind nicht zwei oder mehr Wörter zu kombinieren? Ihr Kind spricht mit spätestens 3 Jahren keine richtigen Sätze? Lässt Ihr Kind bei der Satzbildung Wörter aus oder verdreht es die Wörter? Ihr Kind kann die Mehrzahl, die Vergangenheit oder die Artikel und Fälle nicht richtig bilden? Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Kind Geschichten, Erklärungen oder Aufträge nicht richtig versteht? Ihr Kind kann selbst keine sinnvollen Geschichten erzählen? Fallen Ihrem Kind beim Erzählen selbst bekannte Wörter manchmal nicht ein?

Dann liegt bei Ihrem Kind eine Sprachentwicklungsstörung vor. Der Spracherwerb setzt meist verspätet ein, also deutlich nach dem ersten Geburtstag, und verläuft anders. Es kommt zu Problemen in den Bereichen Wortschatz, Grammatik und Erzählen und Verstehen:

  • Wortschatzdefizit: Ihr Kind hat einen kleinen und undifferenzierten Wortschatz. Der Wortschatz wächst nur langsam. Ihr Kind kann sich neue Wörter schlecht merken.
  • Wortfindungsstörung: Ihrem Kind fallen selbst bekannte Wörter oft nicht ein, wenn es sie zum Erzählen braucht.
  • Dysgrammatismus: Ihr Kind bildet nur kurze einfache Sätze mit meist starrer Satzstruktur. Der Satzbau ist häufig verdreht. Manchmal werden auch Wörter oder ganze Satzteile ausgelassen. Die Bildung der Mehrzahl, der Vergangenheit, der Verneinung und der grammatischen Fälle (Kasus) ist fehlerhaft. Ihr Kind kann keine sinnvoll zusammenhängenden Geschichten erzählen.
  • Sprachverständnisstörung: Ihr Kind versteht die Bedeutung vieler Wörter nicht, vor allem bei ähnlicher Bedeutung. Auch das Verstehen einzelner Sätze oder gar einer ganzen Geschichten fällt ihm schwer.

Häufig treten gleichzeitig auch Artikulationsstörungen auf. Es können alle Bereiche des Sprachsystems isoliert oder in Kombination betroffen sein. Die Störungen können in den verschiedenen Bereichen unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Eine Sprachentwicklungsstörung kann ohne erkennbare Ursache, aber auch im Rahmen einer allgemeinen Entwicklungsstörung auftreten. Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung sind als Risikokinder für die Ausbildung einer Legasthenie einzustufen. Eine nicht behandelte, kompensierte Sprachentwicklungsstörung führt im späten Vorschul- und Schulalter häufig zu Schwierigkeiten beim Verstehen längerer Geschichten oder komplexerer Anweisungen. Auch das mündliche und später das schriftliche Beantworten von Fragen bzw. das Schreiben von Aufsätzen fällt dann besonders schwer.

Wir behandeln Sprachentwicklungsstörungen überwiegend mit dem Patholinguistischen Ansatz PLAN nach Kauschke & Siegmüller. Je nach Störungsschwerpunkt und Entwicklungsalter kombinieren wir diesen Therapieansatz mit anderen erprobten Therapiekonzepten, z.B. mit der ganzheitlich orientierten Sprachtherapie nach Zollinger oder der strikt entwicklungsproximalen Inputtherapie nach Penner.

Dyslalie

Ihr Kind schiebt beim Sprechen die Zunge zwischen die Zähne und lispelt? Die Aussprache klingt verwaschen und undeutlich oder gar „feucht“? Dann liegt bei Ihrem Kind eine Dyslalie vor. Eine Dyslalie ist eine motorische Störung, bei der einzelne Laute noch nicht richtig gebildet werden können. Diese Form der Aussprachestörungen tritt häufig in Kombination mit einer myofunktionellen Störung auf. Dyslalien treten bei vielen Kindern noch bis ins Schulalter hinein auf und können jederzeit behandelt werden. Sie haben keinen negativen Einfluss auf den Schriftspracherwerb.

Dyslalien behandeln wir mit der klassischen Artikulationstherapie nach van Riper. Übungen zur Lautwahrnehmung, Lautanbahnung, korrekten Lautbildung in Wörtern, Sätzen und Geschichten helfen Ihrem Kind das neu erlernte Lautbildungsmuster ins spontane Sprechen zu übertragen.

Phonologische Störung

Ihr Kind ersetzt einen oder mehrere Laute durch andere  und sagt z.B. „tuchen“ statt „Kuchen“? Oder lässt Ihr Kind manche Laute ganz aus und sagt z.B. „oller“ statt „Roller“ oder „ume“ statt „Blume“? Dann zeigt Ihr Kind eine Phonologische Störung. Bei einer Phonologischen Störung hat Ihr Kind noch nicht erkannt, welche Laute es richterweise an welcher Stelle im Wort einsetzen muss. Das heißt das Lautsystem ist noch nicht vollständig ausgebildet. Diese Aussprachestörung tritt häufig im Rahmen von Sprachentwicklungsstörungen auf. Kinder mit Phonologischen Störungen können als Risikokinder für einen erschwerten Schriftspracherwerb eingestuft werden. Deshalb ist ein frühzeitiger Behandlungsbeginn unbedingt empfehlenswert.

Wir behandeln solche Aussprachestörungen mit dem Psycholinguistisch Orientierten Phonologischen Therapie POPT nach Annette Fox. Hierbei lernt Ihr Kind durch Hörübungen mit steigendem Schwierigkeitsgrad die einzelnen Laute einer Lautgruppe voneinander zu unterscheiden. Dadurch lernt es allmählich die richtigen Laute an der richtigen Stelle im Wort einsetzen.

Spricht Ihr Kind nur sehr wenige Laute, vielleicht sogar nur die Selbstlaute a, e, i, o, u? Sind die Wörter stark verkürzt? Sucht ihr Kind nach den richtigen Sprechbewegungen? Muss es sich beim Sprechen extrem anstrengen? Setzt Ihr Kind verstärkt Gestik, Mimik und Lautmalereien zur Kommunikation ein? Haben Sie das Gefühl, Ihr Kind will sprechen, kann aber nicht?

Dann liegt bei Ihrem Kind vermutlich eine Störung der Sprechplanung vor. Es gelingt Ihrem Kind nicht, den Ablauf der Sprechbewegung richtig zu planen und anschließend auszuführen. Das Hören und die Mundmotorik funktionieren dabei völlig normal.

Die verbale Entwicklungssprechapraxie behandeln wir mit dem Therapieansatz TAKTKIN von Beate Birner-Janusch. Dabei zeigen wir Ihrem Kind mithilfe taktil-kinästhetischer Hinweisreize mit den Fingern direkt an den Lippen und am Mundboden wie es die Laute richtig bilden kann. Dadurch kann Ihr Kind seine Kiefer-, Lippen- und Zungenbewegungen immer besser steuern zunehmend besser sprechen.

Ihr Kind hat beim Sprechen und Schlucken, aber auch in Ruhe häufig den Mund offen? Die Zunge liegt dabei an oder zwischen den Zähnen? Ihr Kind drückt beim Schlucken oder Sprechen mit der Zunge gegen die Zähne? Die Zähne sind verschoben oder der Zahnwechsel ist verzögert?

Dann hat Ihr Kind eine myofunktionelle Störung, eine Störung der Gesichtsmuskelbalance. Eine meist zu geringe Muskelspannung der Mund- und Gesichtsmuskulatur führt zu einer offenen Mundhaltung und zu einem Zungenvorstoß beim Schlucken. Als Folgen einer myofunktionellen Störung treten häufig Zahnfehlstellungen (z.B. offener Biss) und Artikulationsstörungen (z.B. Lispeln) auf.

Myofunktionelle Störungen behandeln wir in der Regel im Schulalter mit der myofunktionellen Therapie nach Anita M. Kittel. Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit und zum Aufbau der Kraft der Lippen-, Zungen- und Kiefermuskulatur helfen dabei die natürliche Gesichtsmuskelbalance wiederherzustellen und den Mundschluss zu verbessern. Mithilfe spezieller Schluckübungen zeigen wir Ihrem Kind das richtige Schlucken beim Essen und Trinken. Besonderes Augenmerk legen wir hierbei auf die Automatisierung des neu erlernten Schluckmusters in den Alltag, um den Mundschluss und das richtige Schlucken dauerhaft zu verankern.

Weitere Informationen, Videos und Spiele zur myofunktionellen Störung und Therapie finden Sie unter www.myolino.de

Bei Störlärm versteht Ihr Kind deutlich schlechter? Normal laute Geräusche empfindet Ihr Kind als extrem unangenehm? Ihr Kind kann die Richtung oder Entfernung eines Geräusches nicht richtig einordnen? Kann sich Ihr Kind Gehörtes nur schlecht merken? Ihr Kind kann ähnlich klingende Laute schlecht unterscheiden? Hat Ihr Kind Probleme damit, Laute aus Wörtern herauszuhören, Lückenwörter zu ergänzen oder Laute zusammenzuziehen?

In diesem Fall liegt bei Ihrem Kind eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung vor. Das periphere Hören, d.h. die Schallaufnahme durch das Ohr ist dabei intakt; ein normaler Hörtest ist also unauffällig. Die Weiterleitung und Weiterverarbeitung des aufgenommenen akustischen Signals durch den Hörnerv und das Gehirn ist jedoch nur eingeschränkt möglich. Deshalb kann Ihr Kind das Gehörte nicht ausreichend und richtig erfassen, speichern und analysieren. Im Schulalter kann eine AVWS eine Lese-Rechtschreibstörung mit verursachen oder aufrechterhalten. Für eine sichere Diagnose empfehlen wir die Abklärung in der Pädaudiologischen Beratungs- und Frühförderstelle des Förderzentrums für Hörgeschädigte in Augsburg.

Wir behandeln die AVWS mit dem teilfunktionsorientierte Hörtraining nach Nickisch und der modellorientierten Therapie der phonologischen Bewusstheit innerhalb des zweidimensionalen Konstrukts nach Schnitzler. Durch gezielte Hör- und Wahrnehmungsübungen schulen wir die betroffenen Hörfunktionen. Dabei setzen wir ergänzend auch computergestützte Therapieverfahren (z.B. Audiolog) ein.

Hat Ihr Kind eine Schalleitungs- oder Schallempfindungsschwerhörigkeit? Trägt es ein Hörgerät oder ein CI? Ihr Kind spricht trotz Hörgeräteversorgung noch undeutlich oder grammatikalisch fehlerhaft? Ihr Kind versteht Erklärungen, Aufträge oder Geschichten schlecht?

Dann besteht bei Ihrem Kind eine durch eine Hörstörung verursachte Sprachentwicklungsstörung oder Artikulationsstörung. Art und Schweregrad der Hörbeeinträchtigung, der Zeitpunkt des Auftretens und der Diagnosestellung sowie der Beginn und Erfolg der Hörgeräteversorgung beeinflussen das Ausmaß der Sprach- und Sprechstörung.

In unserer Behandlung orientieren wir uns am mehrdimensionalen logopädischen Konzept nach Thiel sowie am natürlich hörgerichteten kommunikationsorientierten Ansatz nach Batliner und nach Reichmuth. Wir legen unserer Behandlung die Annahme zugrunde, dass hörgeschädigte Kinder die gleichen Spracherwerbsmechanismen wie hörende Kinder besitzen. Deshalb fördern wir die Hör- und Sprachentwicklung Ihres Kindes vergleichbar zu normalhörenden Kindern. Unser Ziel ist der bestmögliche Erwerb der Lautsprache und ein bestmögliches offenes Sprachverstehen des Kindes im Rahmen seiner durch die Hörstörung vorgegebenen individuellen Grenzen und Möglichkeiten.

Stottern

Ihr Kind wiederholt Wörter, Silben oder Laute häufig mehrmals? Dehnt Ihr Kind einzelne Laute oder zeigt es komplette Blockierungen beim Sprechen? Spannt sich Ihr Kind beim Sprechen an oder versucht es das Sprechen mit Körperbewegungen wieder in Gang zu bringen? Hat Ihr Kind Angst vor dem Sprechen oder vermeidet es manchmal ganz?

Wenn Ihr Kind diese Sprechunflüssigkeiten mit Schwankungen, aber trotzdem über einen längeren Zeitraum anhaltend und häufig zeigt, leidet es vermutlich unter einem echten Stottern. 5 % aller Kinder beginnen während der Sprachentwicklung meist zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr zu stottern. Unabhängig vom Schweregrad der Symptome überwinden 50 – 80 % aller stotternden Kinder ihre Sprechunflüssigkeiten wieder vollständig ohne jede Hilfe von außen. Dies geschieht meist innerhalb der ersten beiden Jahre nach dem erstmaligen Auftreten des Stotterns. Wenn sich das Stottern allerdings nicht von alleine gibt und mit zunehmend mehr Anspannung und Stress verbunden ist, ist eine logopädische Behandlung sinnvoll.

Wir behandeln Ihr Kind mit dem direkten symptomorientierten Therapiekonzept Mini-KIDS (“Kinder dürfen stottern”) für 2 bis 6-jährige bzw. Schul-KIDS für Kinder und Jugendliche nach Sandrieser & Schneider. Bei Jugendlichen fließen zudem Elemente aus der traditionellen Stottertherapie nach Charles van Riper (“Nicht-Vermeidungs-Ansatz”) sowie aus dem Therapiekonzept von Holger Prüss in die Behandlung mit ein. Ihr Kind lernt sein Sprechen genau kennen und keine Angst vor dem Stottern zu haben. Mithilfe einer Sprechtechnik kann Ihr Kind sein Sprechen allmählich immer besser steuern und flüssiger machen.

Poltern

Spricht Ihr Kind überhastet und schnell, undeutlich und verwaschen? Lässt Ihr Kind dabei Laute, Silben und Wörter aus, stellt es diese um oder verschmilzt sie sogar? Ihr Kind erzählt unzusammenhängend, stellt Sätze um oder bricht sie ab? Ihr Kind merkt selbst nicht, dass andere es nicht gut verstehen? Dann leidet Ihr Kind vermutlich unter Poltern. Eine polternde Sprechweise entsteht durch Probleme bei der gedanklichen Planung von Sprechen und Sprache. Ihr Kind kann die am Sprechen beteiligten Sprachfunktionen nicht sauber koordinieren und aufeinander abstimmen und spricht deshalb unflüssig, überhastet und unverständlich. Meist bemerkt das Kind selbst sein polterndes Sprechen nicht und leidet auch nicht darunter. Im Gegensatz zum Stottern verbessert sich das Poltern durch Konzentration auf das Sprechen.

Poltern behandeln wir mit dem mehrdimensionalen Behandlungsansatz nach Sick. Durch gezielte Übungen lernt Ihr Kind sein eigenes Sprechmuster kennen.  Es lernt seine Sprechweise bewusst zu verlangsamen und zu kontrollieren.

Schreit Ihr Kind viel und ist immer lauter als andere Kinder? Oder kann Ihr Kind gar nicht mehr laut rufen, spricht es eher zu leise oder flüstert sogar? Ihr Kind ist oft heiser und räuspert sich viel? Klagt Ihr Kind über Kratzen oder gar Schmerzen im Hals oder Trockenheit im Mund? Klingt die Stimme Ihres Kindes zu hoch oder zu tief?

Dann haben sich bei Ihrem Kind möglicherweise Schreiknötchen auf den Stimmbändern entwickelt. Diese entstehen durch einen zu kräftigen Gebrauch der Stimme. Diese organischen Veränderungen der Stimmbänder sind ein Schutzmechanismus gegen den zu starken Druck. Sie führen dazu, dass die Stimmlippen nicht mehr optimal schwingen können. Dadurch entstehen die oben genannten hörbaren stimmlichen Auffälligkeiten. Jungen sind davon dreimal häufiger betroffen als Mädchen.

Im Rahmen unserer Behandlung sensibilisieren wir Ihr Kind für seine Stimme und stärken seine Atmung und Sprechtechnik. Je jünger Ihr Kind ist, desto spielerischer werden die Übungen gestaltet. Darüber hinaus stärken wir die sozial-kommunikativen Fähigkeiten Ihres Kindes (z.B. Argumentieren statt Schreien) und  vermitteln ihm stimmschonende Kommunikationsstrategien. Dabei sind wir besonders auf Ihre Unterstützung für die Umsetzung im Alltag angewiesen.

Entweicht bei Ihrem Kind beim Sprechen zu viel oder zu wenig Luft durch die Nase? Hört es sich an als hätte Ihr Kind ständig Schnupfen? Ihr Kind spricht vor allem die Zisch- und Knalllaute undeutlich und verwaschen aus? Oder hört es sich an als würde Ihr Kind weit hinten am Gaumen oder im Hals sprechen?

Dann kommt es bei Ihrem Kind beim Sprechen zu einem offenen oder geschlossenen Näseln. Bei einem geschlossenen Näseln kommt zu wenig Luft durch die Nase. Dadurch klingen besonders die Nasallaute wie Knalllaute. Das liegt meistens an einem Verschluss der Nase z.B. bei chronischem Schnupfen oder allergischen Reaktionen. Dieser Verschluss des Nasenraumes wird in erster Linie von einem HNO-Arzt behandelt. Bei einem offenen Näseln entweicht beim Sprechen zu viel Luft durch die Nase. Dies geschieht häufig bei Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-Fehlbildungen (LKGS). Diese können bei geringer Ausprägung manchmal über Jahre hinweg unentdeckt bleiben. Wenn wir den Verdacht auf ein solche LKGS haben, empfehlen wir Ihnen eine Abklärung im LGKS Zentrum Erlangen. Denn bei einer LKGS müssen die ärztliche und logopädische Behandlung fein aufeinander abgestimmt werden. In seltenen Fällen kann sowohl das offene als auch das geschlossene Näseln reine Gewohnheit sein.

In allen Fällen beinhaltet unsere Behandlung Übungen zur Verbesserung der Gaumensegelaktivität, der Mundmotorik sowie der gezielten und dosierten Luftstromlenkung. Dadurch aktiviert und verbessert Ihr Kind seine mundmotorischen Fähigkeiten und kann den Luftstrom beim Sprechen allmählich besser steuern. Dadurch wird die Artikulation mit der zeit immer deutlicher.

Die mobile Behandlung von Kindern und Jugendlichen in Regelkindergärten und Regelschulen ist uns seitens der Krankenkassen nicht erlaubt. Lediglich die mobile Behandlung in integrativen Einrichtungen oder Fördereinrichtungen ist in Ausnahmefällen auf Verordnung des Arztes möglich. Als Kooperationspartner der Klinik Josefinum in Augsburg führen wir im Rahmen der mobilen Frühförderung mobile Behandlungen in integrativen Kindergärten durch.

Möchten Sie mehr über Sprech- und Sprachstörungen bei Kindern und Jugendlichen erfahren, so finden Sie auf der Homepage des Bundesverbandes www.dbl-ev.de umfangreiches Informationsmaterial zu den Themen Sprachentwicklung, Ursachen, Symptome, Diagnostik, Therapieansätze sowie Tipps für Eltern und Lehrer zu Sprachförderung.